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- PeTA



 

Im Folgenden geht es weniger um einen Spendenskandal, als vielmehr um den Unterschied zwischen dem Bild, das eine Organisation von sich zeichnet und der Realität...

[rage&reason (bzw. 4pawsnet) wurde von PeTA darauf aufmerksam gemacht, dass es sich allenfalls um die Realität von Autor Achim Stößer respektive Maqi handle, die im folgenden wiedergegeben wird. rage&reason sieht das anders.]

 

PeTA

PeTA – eine Organisation gegen Tierrechte?

Von Achim Stößer

Ist eine Organisation, die sich von einem Steakhaus finanzieren läßt, die Werbung für Burgerketten macht, die immer wieder zum Konsum von Tierprodukten aufruft, massenhaft Katzen tötet, die leichenfressende, pelz- und ledertragende Prominente für sich sprechen läßt, eine Tierrechtsorganisation?  [...]

Blutgeld – Pecunia non olet [5]

PeTA bezieht Geld aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden von Menschen, von denen der größte Teil nichts dabei findet, Tiere zu mißhandeln und umzubringen, um sie, ihre Eier oder ihre Milch aufzufressen – und dabei all die bekannten Ausreden verwendet. Was sie veranlaßt, dann eine – vermeintliche – Tierrechtsorganisation zu unterstützen, ist schwer zu sagen, die Vermutung liegt jedoch nahe, daß sie damit ihr Gewissen beruhigen und somit ihr ethisch inakzeptables Handeln gefördert wird; die Parallelen zum kirchlichen Ablaßhandel sind jedenfalls frappierend. Aber das scheint ja fast schon selbstverständlich. Verblüffend dürfte es dagegen für die meisten sein, zu erfahren, daß PeTA sich von einem Leichenhändler sponsern läßt. Auf der Website zum 21. Jahrestag [www.PeTAparty.org] gibt es einen Link zum Sponsor "Benihana" [www.benihana.com], einem japanischen Steakhaus bzw. einer Restaurantkette, dort werden Gerichte mit Steak, Shrimps, Tintenfischen, Hühnern, Eiern usw. angeboten. [...]

Tierquälerei ist Sieg

Auch mit anderen Leichenhändlern stellt sich PeTA gut und die Aktionen gegen McDonald’s und Burger King (inzwischen auch Wendy’s) ein, da die Fast-Food-Riesen gewisse "Zusicherungen" machten. So beispielsweise sicherte McDonald’s Legebatteriehennen eine Bodenfläche von 460 cm² zu, Burger King über­traf dies gar mit 480 cm². Weiterhin wollen sie in ihren "Schlachthäusern Inspektionen ohne Voran­kündigung durchführen und Maßnahmen gegen diejenigen Einrichtungen ergreifen, die bei der Prüfung durchfallen" – der Pädosexuelle also wird zum Kindergärtner gemacht –  und "Richtlinien zur Verifizierung der Handhabung [enteuphemisiert: zum Umbringen] von Tieren erstellen für alle Rinder-, Schweine- und Geflügel-Schlachthäuser".

Briefmarke: 10 qcm

 

 

 

 

Abb. 1: McDonald's gewährt jedem Huhn 4×2,5qcm=10qcm mehr

als die vom BVerfG als Tierquälerei verurteilte Fläche

In den deutschen Legebatterien ist ein Minimum von 450 cm² Vorschrift. Wieso macht für ein Huhn, das monatelang auf Drahtgitterboden eingeengt leben muß, ehe es umgebracht wird, ein Gitterboden, der um eine Fläche größer ist, die irgendwo zwischen einer Briefmarke (siehe Abbildung 1) und 3/4 einer Scheckkarte liegt, den Unterschied zwischen einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz (so urteilte das Bundesverfassungsgericht über die Hennenhaltungsverordnung) und "Erfolg" bzw. "Victory"[6] aus (so feierte PeTA diese "Zusicherungen", siehe Abb. 2 und 3)? Wer 480cm² Käfigfläche als Erfolg feiert, zeigt, daß er noch nie eine Legebatterie von innen gesehen hat – und von Tierrechten weiter entfernt ist als je zuvor. Fragt sich also: "Erfolg" für wen? Für die Tiere jedenfalls nicht. Das berücksichtigt nicht einmal den Schaden, der durch die Einstellung der Proteste, die Empfehlung, in den Burgerketten zu essen usw. angerichtet wird. Halten wir uns die Konsequenz vor Augen: diese Burgergiganten können jetzt mit dem Segen einer "Tierrechtsorganisation" ihr blutiges Geschäft betreiben, die Kunden glauben nun um so mehr, "guten Gewissens" dem Leichenschmaus frönen zu können. McDonald’s und Burger King haben die lächerlichen "Zusicherungen" übrigens lediglich für die USA respektive Nordamerika gemacht. Weshalb gibt es dann das "Moratorium" der Kampagnen auch z. B. in Deutschland?  Was die McDonald’s-Werbung angeht, so beruht sie darauf, daß McDonald’s jetzt zugesichert hat, Hühner schonender zu mißhandeln und umzubringen, das findet PeTA offenbar ganz großartig: "Having it Burger King’s way means treating animals like scum"[7], sagte PeTA-Präsidentin Ingrid Newkirk zwischen den beiden Kampagneneinstellungen. "McDonald’s now leaves Burger King in the dust when it comes to animal welfare."[8] [www.PeTA-online.org/news/0101/0101bk launch. html]  Burger King behandelte die Tiere also wie Abschaum, während McDonald’s Burger King, was Tierschutz angeht, weit hinter sich ließ durch einen Platz,  der um eine Briefmarke größer ist als der in den vom Verfassungsgericht als Tierquälerei erkannten deutschen Käfigen.

PeTA: Erfolg

Abb. 2: Solche lächerlichen "Zusicherungen" machen einen "Erfolg"...

PeTA: Victory

Abb. 3: ... oder "Sieg" für PeTA aus [PeTA-Website murderking.de]

Auch diese Auszüge aus PeTA-äußerungen sind entlarvend: "Here’s what PeTA is asking McDonald’s to do next: [...] Sell [...] chickens" und "What You Can Do to Help: Thank McDonald’s"[9] [beides aus der PeTA-Kampagne http://www.goveg.com/mcd] Für die Tierrechte ist natürlich einzig die Abschaffung der Ausbeutung akzeptabel, nicht deren Reform. Dem wird gern entgegengehalten, daß die Verhinderung von Reformen auf Kosten der Tiere ginge, denen die Reformen helfen würden. Doch die Alles-oder-Nichts-Mentalität ist natürlich eine haltlose Unterstellung. Selbstverständlich ist einzig eine schrittweise Veränderung realistisch zu erwarten, doch die Schritte dabei müssen eine schrittweise Abschaffung beinhalten. Ein solcher Schritt wäre das Verbot der "Pelztier"haltung, nicht jedoch eine Versorgung der betroffenen Tiere mit Spielzeug, um ihnen die Gefangenschaft vorgeblich angenehmer zu gestalten, da dies eben lediglich eine Reform ist, also die bestehenden Zustände in veränderter Form fortschreibt.

Schönes Töten

Doch es gibt nicht nur dubiose Verstrickungen zwischen PeTA und der industriellen Tötungsmaschinerie, PeTA tötet auch selbst: "Verwilderte", autark lebende Hunde und Katzen werden eingefangen, einige davon vermittelt bzw. in Tierheime gebracht. Aber: "PeTA hat im letzten Jahr im Tidewater-Gebiet ungefähr 2000 Haustiere gerettet, von denen ungefähr die Hälfte eingeschläfert wurde", heißt es in der PeTA-Stellungnahme [www.peta.de] dazu. Eine merkwürdige "Rettung". Die Rechtfertigungsversuche hierfür sind vielfältig: Da ist die "Tatsache, dass PeTA kein Tierheim hat und der Platz extrem begrenzt ist" – wie sollte das auch von ein paar läppischen Millionen Mitgliedsbeiträgen (mindestens DM 37,5 Millionen bei DM 50,– Mindestbeitrag und 750000 Mitgliedern) und Spendengeldern finanziert werden, schließlich verschlingen allein die PeTA-Internetseiten $250000 jährlich [www.pilotonline.com/business/bz0718web.html] (zum Vergleich: der Jahresetat für die Internetseiten veganismus.de, maqi.de, antiSpe.de und tierrechtskochbuch.de beträgt nicht einmal 25 Euro). "Die Tierheime werden mit Tieren überschüttet, von denen Millionen eingeschläfert werden, weil es für sie kein gutes Zuhause gibt, obwohl die meisten jung, gesund und freundlich sind." [a.a.O.] Und weil die Tierheime das tun, tut eine angebliche Tierrechtorganisation das auch. Schlachtet PeTA dann auch Schweine, weil das in Schlachthöfen üblich ist? Alles natürlich nur zum Schutz der Tiere: "PeTA zieht es vor, die meisten verwilderten Tiere unmittelbar nach der Begutachtung einzuschläfern, statt sie dem Trauma weiterer Transporte und dem Einsperren in Käfigen auszusetzen, was am Ende nur mit dem Tod im Tierheim enden würde." [a.a.O.]

Auf dem Rücken der Pferde

Auf Pferden reiten ist mit den Tierrechten unvereinbar. PeTA sieht das jedoch offenbar anders. So äußerte PeTA-Gründerin Ingrid Newkirk (im Zusammenhang mit Peter Singers Artikel über Sodomie, den sie verteidigt): "If a girl gets sexual pleasure from riding a horse, does the horse suffer? If not, who cares? If you French kiss your dog and he or she thinks it's great, is it wrong? If it isn’t exploitation and abuse, it may not be wrong."[10] [New York Times, 9. Juni 2001]. Die Schauspielerin und PeTA-Vorzeige-"Veganerin" Stephanie Kindermann ist gar selbst bekennende Reiterin und war z.B. in einem Bericht des Pro7-Magazins "Galileo" über Veganismus u.a. beim Reiten zu sehen. "Viele Leute denken, dass Tierhaltung sich mit veganem Leben widerspricht. Ich bin der Meinung dass das nicht der Fall ist ­– vorausgesetzt, man hält die Tiere wirklich artgerecht", erklärt sie auf die Frage nach dem Reitunterricht, den sie für "ihre Schülerinnen, ein knappes Dutzend Mädchen" erteilt. Während sie zunächst sagt: "Ich habe für meine Pferde z.B. auch noch einen alten Ledersattel ­– den werde ich auch behalten", gibt sei später an: "Ich reite auch fast immer ohne Sattel, und ich würde meine Pferde nie zu etwas zwingen." ["Vegan mit Herz und Hund. Interview mit Stephanie Kindermann", vegetarierbund.de] Distanziert PeTA sich davon? Keineswegs, im Gegenteil: "PeTA-Kampagne: Schauspielerin Stephie Kindermann [...] reitet als ‚Lady Godiva’ auf ihrem Pferd gegen Presomen." [Tierbefreiung aktuell, Juni 1997].

Promis

Ohnehin wird bei PeTA-Galionsfiguren in erster Linie auf deren Prominenz geachtet, Ethik ist dabei irrelevant.  Auf der Liste der Prominenten, die PeTA unterstützen, stehen beispielsweise Thomas D., der im Zug einer PeTA-Kampagne [Stern 28, 2001] äußerte, er kaufe Eier nur "bei einer Frau im Nachbardorf, wo die Hühner noch einen Namen haben", als ob – selbst wenn es wahr wäre – dafür keine Hühner und männlichen Kücken litten und getötet würden. Scheinheilig, wenn es dann heißt: "Comedy-Star Dirk Bach und Chef-Rapper Thomas D. wollen Hühner befreien" [PeTA-Pressemitteilung, 28. September 2001]. Nicht, daß sie dazu in Legebatterien gingen oder Thomas D. wenigstens seinen Eikonsum einstellen würde, nein, bei PeTA sieht Tierbefreiung so aus: "In einem engagierten Schreiben an Ministerpräsident Sigmar Gabriel [...] forderten sie diesen auf, den [...] geplanten Ausstieg aus der Batteriekäfighaltung nicht weiter zu blockieren." [a.a.O.]  (daß das Verbot der Käfighaltung reine Augenwischerei ist und eine Forderung nach "alternativen Haltungsformen" mit den Tierrechten unvereinbar, sei hier nur am Rand bemerkt.) Weitere Prominente sind Dennenesch Zoudé und Esther Schweins, die sich – auch das Teil der PeTA-Stern-Kampagne (!) ­ "für artgerechte Tierhaltung" engagieren, die "No Angels", die bei der PeTA-Stern-Kampagne sagten, "dass man Tiere nicht quälen darf" und in einem Interview angaben, bevorzugt bei McDonald’s zu essen (jetzt immerhin mit dem Segen von PeTA) und Nina Ruge, über die nach der Kampagne berichtet wurde: "Nina Ruge, Fernsehmoderatorin, kämpft zwar in einer Anzeigenkampagne mit der radikalen Tierrechtsorganisation PeTA gegen Tierversuche, doch besteht sie darauf, weiterhin ihren Nerzmantel zu tragen. [...] Auch geht bei der ZDF-Lady die Tierliebe nicht so weit, dass sie auf Fleischgerichte verzichten würde: ‚[...] Der Mensch ist doch von Natur aus Allesfresser.’" ["Tierschützerin Nina Ruge trägt Nerz ihrer Mutter auf", AP 8. Juli 2001]. "Formel 1-Fahrer Jenson Button schwört der Gänseleber ab", dank PeTA, versteht sich, was Anlaß zu einer Pressemitteilung [vom 1. August 2001] ist – daß er weiterhin Leichen frißt, kümmert PeTA nicht. Auch Naomi Campbell, die sich bei der "Lieber nackt als Pelze tragen"-Kampagne engagierte, hüllt sich inzwischen wieder in behaarte Leichenhaut.

Superman war Vegetarier

Und noch ein "Promi" ist Teil einer PeTA-Kampagne: Jesus. Dieser sei, so meint PeTA, Vegetarier gewesen. Dies ist unsinnig und kontraproduktiv. Die Figur Jesus war so wenig "Vegetarier" wie Asterix der Gallier. Der biblische Jesus wird beim Verzehr von Fischleichen ("Und sie legten [Jesus] ein Stück gebratenen Fisch vor. Und er nahm's und aß vor ihnen" [Lukas 24:42-43]) ebenso wie beim Ertränken von 2000 Schweinen [Markus 5:12-13] beschrieben. Und hätte es eine historische Vorlage für diesen Jesus gegeben, der, wie in diesem Zusammenhang oft behauptet wird, Essener war, wäre auch dies nicht sonderlich positiv, züchteten diese doch eigens Ziegen, um deren Haut zu Pergament für ihre Schriftrollen zu verarbeiten. Wie dem auch sei, Veganismus und Tierrechte mit religiösen Legenden zu assoziieren, spielt den Tierausbeutern in die Hände. Und angesichts der blutigen Geschichte des Christentums muß, wenn diese Kampagne damit gerechtfertigt wird, daß es doch viele Christen gäbe, die so vielleicht zu Vegetariern würden und es den Tieren egal sei, warum sie nicht getötet würden, auch die Frage gestellt werden:  Wann kommt die PeTA-Kampagne "Hitler war Vegetarier", um Nazis zu Vegetariern zu machen? Es gibt genügend vernünftige Gründe für Veganismus, einer religiösen Verbrämung bedarf es dabei nicht. Tierrechte erfordern eine Ethik, die in allen Bereichen gültig ist, und somit nicht nur eine Ablehnung speziell des Speziesismus, sondern auch eine Ablehnung von Rassismus, Faschismus, Theismus usw. Hinzu kommt, daß gerade die christlichen Ursachen für die Behandlung von Nichtmenschen eklatant sind.

Vegetarisch vs. Vegan

PeTA spricht nahezu ausschließlich von Vegetarismus, womit fatalerweise der falsche Eindruck vermittelt wird, (nichtveganer) Vegetarismus (und damit das Mißhandeln und Töten von Rindern, Ziegen, Hühnern, Enten usw.) sei akzeptabel. Gern wird hier behauptet, PeTA "meine" mit "vegetarisch" immer "vegan". Der allgemeine Sprachgebrauch ist ein anderer. Dabei beinhaltet "vegetarisch" auch Milch- und Eiprodukte. Und auch wenn in einigen PeTA-Texten Argumente gegen Milch und Eier aufgeführt werden, Vegetarismus bedeutet immer noch eine Akzeptanz dieser Tierqual- und Tötungsprodukte. Zudem ist die Behauptung, PeTA meine mit vegetarisch immer vegan, falsch. Daß viele der prominenten "Vegetarier", mit denen PeTA sich schmückt, nicht vegan sind, so daß auch hier "Vegetarier" keineswegs "Veganer" heißt, muß wohl kaum erwähnt werden. PeTA fordert zudem zum Konsum nichtveganer Produkte auf, z.B. kuhmilchbasierende Sojajoghurts, Mayonnaise mit Gurkenstücken aus honigbasierender Lake (in der neuen Vegetarismus-Broschüre "Vegetarisch – so starten Sie durch") oder Burger: "Wenn Sie jemanden in Ihrem Bekanntenkreis kennen, der hin und wieder in Fast-Food-Restaurants isst, heben Sie nicht den mahnenden Zeigefinger, sondern fordern Sie diesen auf, sich nach dem [nichtveganen] vegetarischen Burger zu erkundigen. Ich versichere Ihnen, dies ist ein äußerst schmackhafter Weg, Ihre Freunde und Bekannten vom Vegetarismus zu überzeugen!" [Harald Ullmann, 16.07.01 in einem Rundschreiben zur Burger King-Protesteinstellung] Und auch hier wird ganz deutlich, daß Vegetarismus für PeTA keineswegs Veganismus heißt, sondern vielmehr als eine gleichwertige Alternative behandelt wird: "Für die Verbreitung des Vegetarismus bzw. des Veganismus ist es ganz wichtig, dass auch diejenigen, die zum Essen in ein Fast-Food-Restaurant gehen, mit vegetarischem Essen in Kontakt kommen, und nicht nur diejenigen, die aus überzeugung sowieso schon nur nach veganem/vegetarischem Essen Ausschau halten."  [a.a.O]

Kriegsgewinnler

Auch aus Terroranschlägen versucht PeTA Kapital zu schlagen. Der vor der Hinrichtung stehende Oklahoma City-Bombenleger beispielsweise verhielt sich jedoch indifferent bezüglich der Bitte PeTAs, statt weitere Tode zu verursachen, Tierprodukte aus seiner Ernährung zu streichen "I don't know what it means for the vegan movement if Timothy McVeigh, in his final days, adopts a vegan diet", sagte PeTA-Kampagnenkoordinator Bruce Friedrich. "But I think it would be very positive for his soul.”[11] [Associated Press, 16. April 2001]. Daß PeTA auch den für McVeighs Begnadigung zuständigen Gouverneur gebeten hat, das Töten von Menschen und anderen Tieren zu kulinarischen und juristischen Zwecken zu unterlassen, ist kaum anzunehmen. Schon sechs Tage nach dem Anschlag auf das World Trade Center war zu erfahren, daß "PETA’s [sic!] Tierrettungsteam am Schauplatz der Katastrophe in New York" [PeTA-Pressemitteilung, 17. September 2001] sei, gefolgt von einer Propaganda für "Haus"tiergefangenhaltung, wie sie von Tierhändlern, nicht aber von einer angeblichen Tierrechtsorganisation zu erwarten wäre:  "Das unfassbare Trauma, das die überlebenden der Zerstörung durchlitten, werde noch dadurch vergrößert, dass  sie von ihren Tieren getrennt seien, die sie als Teil der Familie ansehen. In solchen Zeiten sei für die Opfer nichts tröstender, als wenigstens einen Anflug von Normalität wiederzuerlangen, wie zum Beispiel die Aufmerksamkeit und Liebe eines Hundes oder einer Katze." Wie schon dem im Abschnitt über Reiten angeführten Newkirk-Zitat zu entnehmen, heißt PeTA das Gefangenhalten von Tieren zum eigenen Vergnügen gut. "Was haben die tragischen Ereignisse vom 11. September in New York mit dem Welttierschutztag zu tun?" fragt PeTA noch vergleichsweise harmlos [PeTA-Pressemitteilung, 4. Oktober 2001], sucht dann für Porträts im Internet und eventuell einen Bericht in der PeTA-Zeitschrift Animal Times "vegan and vegetarian members of the US armed forces"[12] [Mail-Rundschreiben "Vegetarians in uniform" von Bruce Friedrich, 11. Oktober 2001] – wieder einmal bedeutet übrigens "vegetarisch" bei PeTA eben nicht "vegan" – um wenige Tage später "ausdrücklich vor dem Kauf von Lederprodukten" zu warnen, nicht etwa, weil dafür Tiere umgebracht werden, sondern "weil dadurch der Top-Terrorist Osama bin Laden finanziell unterstützt werden könnte [...] der Besitzer einer Gerberei im Sudan sei, die Leder [...] exportiere." [PeTA-Pressemitteilung, 16. Oktober 2001]

Immun gegen Kritik

PeTA hat sich, was Kritik angeht, eine Haut aus Teflon zugelegt. Die Reaktion des (damaligen) PeTA-Kampagnenleiters Frank Höneck, als in einem Internet-Forum Kritik u.a. an den Katzentötungen von PeTA geäußert wurde: "Was für eine bodenlose Hetzkampagne, Herr Stößer, haben Sie hier angekurbelt? Was für Lügen verbreiten Sie hier auf Ihrem Forum?" [www.antispe.de/foren, Beitrag vom 8. Juni 2001]. Zur Stellungnahme zu einigen der oben angeführten Punkte aufgefordert, fragte Harald Ullmann zurück (etwa, wo denn geschrieben stünde, daß ein japanisches Steakhaus PeTA finanziere – eine interessante Formulierung [Mail vom 13. August 2001]) und leitete ein (im wesentlichen Form-)Schreiben von Ingrid Newkirk – Tenor: alles nur Gerüchte "unserer Gegner", um "die kostbare Zeit der Aktivisten zu verschwenden", wenn einem nicht gefiele, was PeTA tue, solle man doch das tun, was man für richtig halte – weiter:  "[T]here is a concerted effort by our opposition […] to suck up activists very precious time. [...] True activists act, they don’t look at what other activists are doing and spend their time debating whether other activists are on the ‘one true’ path. If you don’t like what PeTA does, please do whatever you think is right. […] If you spread untruths about PeTA, you are setting out to deliberately try to harm a force for positive change, so please do your homework or your motives will be very suspect indeed. Only suckers fall for such tricks.”[13] [Mail vom 13. August 2001] "Wahre Aktivisten” kritisieren also nicht PeTA. Wer PeTA kritisiert, verbreitet die Unwahrheit, und wer darauf hereinfällt, ist ein Trottel. Ullmann lapidar: "[W]ir betrachten Ihre Antworten [sic!] durch die e-mail von Ingrid Newkirk als beantwortet." [Mail vom 15. August 2001] Offenbar hat PeTA sich also gegen jegliche Form der Kritik immunisiert.

Fazit

Wer sich fragt, warum das "e" in PeTA kein Großbuchstabe ist, ahnt es nun: Ethik wird bei PeTA klein geschrieben. PeTA nennt  sich "Tierrechtsorganisation" und verstößt dabei auf  eklatante Weise permanent – es ließen sich zahllose weitere Beispiele aufführen – gegen die Tierrechte. Dies ist umso schlimmer, als es PeTA gelungen ist, bei vielen – Einzelpersonen ebenso wie Medien – den Eindruck zu erwecken, PeTA sei "die" Tierrechtsbewegung schlechthin. PeTA ist keine Tierrechtsorganisation (mehr). Sicher mag es bei PeTA einige Tierrechtler geben (die das noch nicht begriffen haben oder einfach nicht wahrhaben wollen). Diesen sei geraten, statt eine (für die Tierrechte kontraproduktive) Tier"schutz"organisation wie PeTA weiter zu unterstützen (die These, PeTA "von innen heraus" zu ändern, die sicher einige anführen werden, ist lächerlich angesichts der übermacht an Nichttierrechtlern bei PeTA), ihre Zeit und Kraft lieber in Tierrechtsarbeit zu investieren. Und natürlich, PeTA die finanzielle Unterstützung zu entziehen. ***

unwesentlich verändert erschienen in "Voice", Nr. 27, Oktober 2001 (hier auszugsweise wiedergegeben)

übersetzungen der im Text angeführten Zitate

[5] "Geld stinkt nicht"

[6] "Sieg"

[7] "Es wie Burger King zu machen heißt, Tiere wie Abschaum zu behandeln."

[8] "McDonald’s läßt Burger King jetzt weit hinter sich, was Tierschutz angeht."

[9] "Das ist es, was PeTA McDonald’s als nächstes zu tun bittet: [...] Hühner [...] verkaufen" und "Was Sie tun können, um zu helfen: Danken Sie McDonald’s"

[10] "Wenn ein Mädchen sexuelles Vergnügen dabei empfindet, ein Pferd zu reiten, leidet das Pferd? Wenn nicht, wen kümmert es? Wenn du deinem Hund einen Zungenkuß gibst und er es großartig findet, ist es falsch? [...] Wenn es keine Ausbeutung und kein Mißbrauch ist, kann es nicht falsch sein."

[11] "Ich weiß nicht, was es für die vegane Bewegung heißt, wenn Timothy McVeigh in seinen letzten Tagen eine vegane Ernährung annimmt. Aber ich glaube, daß es sehr positiv für seine Seele wäre."

[12] "vegetarische und vegane Mitglieder der US-Streitkräfte"

[13] "Es gibt eine konzertiere Bemühung unserer Opposition [...] kostbare Zeit von Aktivisten zu verschwen-den. Wahre Aktivisten handeln, sie schauen nicht darauf, was andere Aktivisten tun und verbringen ihre Zeit nicht damit, darüber zu debattieren, ob andere Aktivisten auf dem ‚einzig wahren’ Weg sind. Wenn dir nicht gefällt, was PeTA macht, dann mache was immer du für richtig hältst. [...] Wenn du Unwahrheiten über PeTA verbreitest, gehst du daran, absichtlich zu versuchen, einer Kraft des positiven Wandels zu schaden, mach also deine Hausaufgaben, oder deine Motive sind tatsächlich sehr verdächtig. Nur Trottel fallen auf solche Tricks herein.”

Quelle  http://maqi.de

 


PeTA under fire over claim that it kills most animals left at its US headquarters

By Philip Sherwell in New York


Peta, the animal rights group for which celebrities like Christy Turlington and Cindy Crawford have stripped off, is under fire for putting down animals at its US headquarters.


Ricky Gervais has recently backed one of Peta's campaigns and other vociferous advocates among its 128,000 members and backers in Britain and Europe include Sadie Frost, Naomi Campbell and Sir Paul McCartney. Its headline-grabbing stunts have made it one of the most formidable global lobbyists against the exploitation of animals.

But now Peta - People for the Ethical Treatment of Animals - is itself on the receiving end of angry words over its own treatment of animals after it emerged that the organisation put down 96 per cent of the animals handed into its American headquarters. Of 2,216 animals taken to its premises in Norfolk, Virginia, last year, 2,124 were put to sleep - almost six per day. Homes were found for just seven.

The high-profile charity, famous for its "I'd rather go naked than wear fur" campaigns, has euthanised more than 20,000 pets in the last decade, according to figures it has supplied to Virginia state officials.

Peta insists that homes could not be found for the dogs and cats, usually because they were in such poor health or because they were "unsocialised" and aggressive, usually because of bad treatment by their owners.

But the organisation, which does not run its own animal adoption programme and does not accept animals into its care elsewhere, admitted to The Sunday Telegraph that some treatable and adoptable animals were also among those killed by lethal injection.

Quelle: The Telegraph (UK) 4.4.2009


PeTA und die Promis...

 

Neben zahllosen Film-, Musik- und Busensternchen - Paul McCartney, Pamela Anderson, Naomi Campbell usw. - ist neuerdings auch der Papst Bannerträger von PeTA...  (>> klick auf das Poster).

Bannerträger des deutschen PeTA-Ablegers sind drittklassige Unterhaltungs"promis" wie Bro'Sis, Thomas D., Corinna Schumacher, Peter Maffay oder Dirk Bach.

 

Interessant ist ein Eintrag in www.tierrechts-foren.de vom 25.1.09 zu PeTA-Botschafter Dirk Bach (vor dem Hintergrund der RTL-Show "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!", die Bach zum wiederholten Male moderierte):

User Saturn9 scheibt [#13):

Nun denn, ich habe PeTA folgende Nachricht geschickt:


Mit Dirk Bach haben Sie ja einen großartigen Botschafter für Tierrechte. In der von ihm moderierten RTL-Show "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" wird zum Amusement der TV-Zuseher lebenden Tieren der Kopf abgebissen. PeTA sollte sich sofort von Bach distanzieren, er ist eine Schande für jeden ernsthaft um Tierrechte bemühten Menschen.

Hier die Antwort von PeTA:


vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich der von Dirk Bach moderierten Fernsehshow "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" Auch wir sind über die "Mutproben" in der Show erschüttert. Wir wissen allerdings, dass Dirk Bach Tiere sehr am Herzen liegen und er sich in der Vergangenheit sehr für Tiere engagiert hat.

Viele Prominente haben sich kostenlos für PETA Deutschland e.V. zur Verfügung gestellt, so auch Dirk Bach, um die Öffentlichkeit über Grausamkeiten gegenüber von Tieren zu informieren. Wir sind sehr dankbar für diese Hilfe. Dabei stimmen Prominente nicht immer in allen Punkten mit PETA Deutschland e.V. überein. Wir sind jedoch für jeden Schritt dankbar, den wir miteinander gehen können um das millionenfache Leiden der Tiere minimieren zu können. Dabei hoffen wir natürlich stets, dass wir "unsere Prominenten" für alle Belange zum Schutz der Tiere sensibilisieren können.

Bitte wenden Sie sich direkt an RTL und teilen Sie dem Fernsehsender mit, dass Sie die Fernsehshow "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" sehr bedenklich finden.

RTL interactive GmbH
Geschäftsführung: Johannes Züll
Am Coloneum 1
50829 Köln Fon: +49(0) 221-780 0
Fax: +49(0) 221-780 40 89
zuschauerredaktion@rtl.de

Herzlichen Dank für Ihr Engagement!


Hat jemand was anderes erwartet, als dass die nur blöde herumschwafeln? Dirk Bach läßt lebenden Tieren den Kopf abbeissen, aber Tiere liegen ihm ja sooo am Herzen. Und was ist die Reaktion von PeTA auf derlei Verhalten des Tierrechtsbotschafters Bach: Null, nada, gar keine! Weil man sich weiter mit dem "prominenten" Namen schmücken will. Welch ein Scheißverein.

Laßt euch mal sagen, ihr Pfeifen von PeTA: Einer, der nichts anderes kann, als seinen Fettwanst in die Kamera halten, ist kein "Promi". Und selbst wenn er einer wäre, wäre er spätestens nach diesem Dschungelscheiß, den's ja inzwischen in vierter Folge gibt, kein Botschafter für Tierrechte mehr.

Aber es stimmt schon:

Jede Organisation sucht sich die Bannerträger, die zu ihr passen.

 

 

Nachtrag: Dirk Bach starb am 1. Oktober 2012 im Alter von 51 Jahren. De mortuis nil nisi bene, gleichwohl lassen wir die Passage über ihn hier stehen. Als Nachruf könnte gelten: Er war zu Lebzeiten von Tierschutz/ Tierrecht so weit entfernt wie von Kabarett oder seriöser Schauspielkunst.


 

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